Ugly Love by Colleen Hoover

17788401[1]

Verlag: Atria Books (Goodreads, Amazon)
Seiten: 336
ISBN: 978-1-4767-5318-8
Bewertung: 4/5

Zum Inhalt:

„Als Tate Collins den Piloten Miles Archer kennen lernt, denkt sie nicht an Liebe auf den ersten Blick. Sie würden sich beide nicht einmal als Freunde bezeichnen. Die einzige Gemeinsamkeit ist eine gegenseitige Anziehungskraft.

In dem Moment, in dem ihnen diese Lust bewusst wird, erkennen sie beide die perfekte Situation darin. Miles sucht keine Liebe, Tate hat keine Zeit dafür – so bleibt einfach der Sex.
Die Vereinbarung scheint perfekt, wenn Tate sich an zwei kleine Regeln hält, die Miles aufstellt.

Frage nie nach der Vergangenheit.
Erwarte keine Zukunft.

Beide sind überzeugt mit der Situation klar zu kommen und bemerken schnell, dass sie es eben nicht können.

Herzen werden erobert.
Versprechen gebrochen.
Regeln zerschlagen.
Liebe wird hässlich.

Meine Meinung:

Je mehr Bücher ich von Colleen Hoover lese, umso mehr werde ich in meiner Meinung bestärkt, dass sie mehr Zeit in die männlichen Protagonisten investiert.
Auch in Ugly Love fiel die weibliche Protagonistin eher flach aus. Ich konnte keine wirkliche Verbindung zu ihr herstellen. Sie überzeugte mich mit keiner ihrer Handlungen und Gedanken.
Miles hingegen gelang es sofort, etwas in einem zu berühren. Er machte wett, was Tate fehlte. Miles Schicksalsschlag war … hart, traurig, berührend.

Etwas skeptisch bin ich mit dem Schreibstil.
Die Kapitel wechseln sich von der Gegenwart in die Vergangenheit ab. Wir erfahren dabei in jedem zweiten Kapitel von Miles Vergangenheit aus seiner Sichtweise und von der Gegenwart aus der Sichtweise von Tate – bis sich diese beiden Stränge zum Schluss verflechten.
Die Kapitel aus der Gegenwart lassen sich flüssig lesen und sind für mich stimmig.
Die Kapitel aus der Vergangenheit sind zum grossen Teil in Versen geschrieben.
Colleen Hoover hat hier nur mehr schlecht als recht versucht Poesie zu schreiben. Mit hunderten Wiederholungen, gross geschriebenen und zentrierten Wörtern hat man noch lange keine (gute) Poesie geschrieben.

„Ruined.
Ruined.
RUINED.
I cry with her. I cry and I cry and I cry and I cry and we cry and we cry and we cry.
ruined

Mich haben diese Kapitel eher irritiert als künstlerisch überzeugen können. Leider.
Nehmen wir zur Gegenüberstellung ihr erstes Buch ‚Slammed‘, in der sie sich mit Slam Poetry versucht hat und mich zu 100% überzeugen konnte. Das war wirklich eine tolle Sprache!

Auch mit dem Titel habe ich meine Probleme: Ugly Love – hässliche Liebe. Wirklich hässlich wurde es nicht.

Hauptgewicht liegt auf der Liebesgeschichte und wie oft leidet darunter natürlich jede Nebenhandlung. Für mich war das in Ordnung, denn ich habe ja zu Beginn weg mit einer Liebesgeschichte gerechnet.

Das alles hört sich nach viel Kritik an und doch habe ich zum Schluss dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben. Denn obwohl mich dieser Schreibstil in jedem zweiten Kapitel etwas aus dem Fluss gebracht hat, war ich total gefangen von der Geschichte, habe Miles ins Herz geschlossen und mich gut unterhalten.
Definitiv nicht Hoovers bestes Buch aber eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre.

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