All the Bright Places by Jennifer Niven

18460392[1]

Verlag: Penguin (Goodreads, Amazon)
Seiten: 400
ISBN:  978-0-14-135703-4
Bewertung: 5/5

Ohne Worte …

Zum Inhalt:
Theodore Finch ist fasziniert vom Tod. So sehr, dass sich seine Gedanken immer darum drehen, wie er sich wohl am besten das Leben nehmen könnte. Doch immer wird er von etwas Gutem, mag es auch noch so klein sein, aufgehalten.
Violet Markey lebt für die Zukunft, die Tage bis zu ihrem Abschluss sind gezählt. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als ihrer Heimatstadt den Rücken kehren und somit ihrer Trauer um den Tod ihrer Schwester entfliehen zu können.

Als Finch und Violet sich auf dem Sims des Glockenturmes ihrer Schule treffen, ist unklar, wer wen rettet.
Als sie sich für ein Schulprojekt zusammentun, um die ‚Natürlichen Wunder‘ ihres Staates zu erforschen, machen sie weit wichtigere Entdeckungen: nur mit Violet kann Finch er selbst sein – ein verrückter, witziger, laut-lebender Junge, der alles andere als ein Freak ist. Und nur mit Finch kann Violet endlich die Tage leben, ohne sie zu zählen.

Doch während Violets Welt wächst, beginnt die von Finch immer mehr zu verschwinden.“

Meine Meinung:
Theodore Finch du hast es geschafft. Du bist ganz offiziell mein neuer Lieblingscharakter. Ganz ehrlich, wer hat sich nicht auch ein wenig in Finch verliebt? Und wem hat es nicht auch ein wenig das Herz zerrissen?
Mich hat dieses Buch unglaublich berührt, es hat mich aufgewühlt.
Suizid ist ein unschönes Thema, von jeher eher vermieden. Wieso eigentlich?
Betroffene Menschen können sich oft niemandem anvertrauen. Aus Angst, in den Augen anderer als schwach zu gelten? In der christlichen Welt gilt es sogar als Sünde. Selbstmörder kommen in die Hölle (wie es in anderen Religionen aussieht, weiss ich nicht).
Dieses Buch hat mir wohl die Augen geöffnet, denn ich kann nicht mehr aufhören darüber nachzudenken: Wie kann man helfen? Wie kann man es erkennen?

Die Marketingstrategie des Verlages ist relativ simpel: man nenne es „The Fault in our Stars trifft Eleanor and Park“ und schon läuft es mit dem Verkauf. Die Filmrechte sind ebenfalls schon weg.
Auch wenn einige Parallelen nicht von der Hand zu weisen  sind, hat Jennifer Niven einen ganz eigenen Schreibstil. Was mich sehr berührt hat, waren die literarischen Ausschnitte von Schriftstellern, die sich selber das Leben genommen haben (i.B. Virginia Woolf). Die Textstellen haben sich perfekt in die Geschichte eingefügt und haben mich mehr als einmal zum Weinen gebracht. Gänsehautmomente garantiert!
So hat es Jennifer Niven geschafft, neben der Handlungsstory auch gleich etwas Geschichte zu vermitteln.

Das Buch kommt ganz klar zu meinen Favoriten 2015 und eigentlich möchte ich die ignorierbaren negativen Punkte hier einfach weglassen… aber natürlich gehören die zu einem ehrlichen Review nun einmal einfach dazu.
Zum Schluss hätte ich gerne noch mehr aus der Perspektive von Theodore gelesen. Wer das Buch gelesen hat, versteht vielleicht wieso. Und ich verstehe auch sehr gut, wieso diese Perspektive ausgelassen wurde (wir würden uns sonst wohl nicht mehr im YA Genre bewegen).
Violets Charakter war für mich im Vergleich zu Theodore schwach. Doch schlussendlich spielte dies absolut keine Rolle. Es ist und bleibt Theodore Finchs Geschichte.

Wer keine Probleme mit herzzerreissenden Geschichten hat, hat hier ein Must Read.
Es lohnt sich.

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2 Gedanken zu “All the Bright Places by Jennifer Niven

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